Razzia in mehreren Ländern, Up- und Downloader im Visier [Update]

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Update vom 18.10.2019

Medienberichten zufolge will die Staatsanwaltschaft Köln die Ermittlungen auch auf die Nutzer des A single-Click-Hosters ausweiten. Demnach sollen Up- wie Downloader im Visier der Fahnder sein. Der Fokus liege aber auf den Leading-Uploadern der Inhalte, die dann ohne gültige Lizenz vertrieben wurden.

Uploadern drohen durchaus empfindliche Strafen, wenn sie gefasst werden können. Ob dass der Fall sein wird, muss sich zeigen – für gewöhnlich hat man mehrere Sicherheitsmechanismen, um nicht gefasst zu werden. Idealerweise schreibt der Server keine Logfiles oder sie werden zeitnah verworfen und ein VPN ist sowieso Pflicht in diesem “Geschäft”. Auch der Anbieter schreibt besser keine Logfiles. Da Uploader aber auch nach einem Belohnungssystem für ihre Mühen bezahlt wurden, lässt sich die Spur vielleicht über diesen Weg aufnehmen.

Downloadern drohen durchaus Abmahnungen und Prozesse, allerdings sind die Strafen für reine Downloads ohne Uploads nicht so hoch wie bei P2P-Filesharing. Aber auch hier stellt sich die Frage, ob die Personen ermittelt werden können, denn normalerweise kommen auch hier VPN-Anbieter als Zwischenschritt zum Einsatz. Auch hier gilt, dass man Downloadern über die Zahlungswege auf die Schliche kommen kann. Wer seinen Premium-Account bei Share On-line oder sein VPN mit Kreditkarte bezahlt hat, macht sich leicht auffindbar. Problematisch bleibt bei Spuren über Zahlungswege der Beweis des tatsächlichen Vergehens, wenn keine IP-Adressen gespeichert wurden.

Die große Frage ist im Moment, welche Daten die Ermittler haben. Die Betreiber von Share On-line werden vermutlich der Beihilfe zur Urheberrechtsverletzung angeklagt, während man weiter nach den Uploadern fahndet, an denen auch die Rechteinhaber ein gesteigertes Interesse haben. Was mit Downloadern passiert, ist – falls ermittelbar – aufgrund der Kosten- und Erlösstruktur in solchen Fällen auch eine ökonomische Frage für den Rechteinhaber. Bei Peer two Peer lohnt sich das in der Regel immer.

Quelle: SZ, WBS


Original-Artikel vom 17.10.2019

Behörden haben einen weiteren A single-Click-Hoster offline genommen. Dieses Mal hat es Share-On-line erwischt, einer der größten deutschsprachigen Angebote. Die Plattform soll hunderte Server und sechs bis zehn Millionen Nutzer im Monat gehabt haben. 72 Prozent der Nutzer kamen aus Deutschland und wie es bei Hostern üblich ist, wurde viel illegal Vervielfältigtes geteilt.

Share-On-line = Share-Offline

Das Geschäftsmodell war typisch: Kostenlos konnte man nur eingeschränkt Zugriff auf die Daten bekommen und musste mit langsamen Downloads leben. Wer zahlte, bekam volle Geschwindigkeit und wurde auch nicht weiter mit Captchas und dergleichen belästigt. Am 16. Oktober war dann aber plötzlich Schluss. Was anfangs noch nach technischen Problemen aussah, stellte sich schnell als größere Nummer heraus.

Und kurze Zeit später kam dann auch die Information and facts, dass nach Razzien in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden Share-On-line seinen Dienst quittiert hat. Treibende Kraft war wohl einmal mehr der deutsche Lobbyverband GVU, über den Mitglieder ihre Rechteinhaberschaft durchsetzen und Vorarbeiten für die Behörden leisten.

Drei Personen im Alter von 40, 48 und 54 wird vorgeworfen, sich der mehrfachen Urheberrechtsverletzung in gewerblichem Ausmaß schuldig gemacht zu haben. Festnahmen gab es bislang keine. Was daraus wird, wird der Prozess klären. Die GVU meldet, dass einer seiner Mitglieder eight Millionen Nachrichten an Share On-line gesendet hat, um illegal verbreiteten Content material offline zu nehmen. Dem kam der Anbieter wohl auch nach, aber die Inhalte tauchten kurze Zeit später wieder auf.

Angeblich wurde bei Tests seitens der Behörden nachgewiesen, dass beim Verbleib der Daten auf dem Filehoster Unterstützung von den Betreibern kam. Facts werden wohl ans Licht kommen, wenn die Staatsanwaltschaft in Köln das Thema weiterverfolgt. Das Portal DDL-Warez ist ebenfalls offline, die Anbieter Serienjunkies und Canna sind noch on the web. Ihnen wird enge Zusammenarbeit mit den A single-Click-Hoster vorgeworfen, der zwischen 2008 und 2017 50 Millionen Euro Umsatz gemacht haben soll.

Quelle: GVU

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